Was ist CBD und wo liegt der Nutzen für Schmerzpatienten?

CBD ist ein Cannabinoid. Verwechselt wird dieses von vielen Menschen immer noch mit dem Cannabinoid THC. Dies – und auch dass viele immer noch denken, dass Cannabidiol ebenfalls berauschend wirkt, hält viele noch immer davon ab, CBD Öl oder auch andere CBD Produkte auch zur Schmerzlinderung einzusetzen. Und zwar selbst dann, wenn dies vom Arzt empfohlen wird.

Früh entdeckt, wenig beachtet

Was ist CBD und wo liegt der Nutzen für Schmerzpatienten? Cannabidiol  CBD wurde recht früh schon von Forschern entdeckt. Allerdings wurde es wegen dem zunehmenden Interesse an THC, also dem Cannabidiod, das süchtig macht, nie richtig weiterverfolgt, was Cannabidiol für eine positive Wirkung auf den Körper hat. Nur der Chemiker wie Raphael Mechoulam und sein Team forschten im Bereich CBD unaufhörlich weiter. Und schließlich war es auch dieses Forscherteam, das Anfang der 1980er Jahre entdeckte, dass CBD ein Antipsychotisches Potenzial hat. Doch selbst diese neuen Erkenntnisse eröffneten diesem Wirkstoff nicht die Welt in die Schulmedizin. Erst als gegen Ende der 1980er Jahre durch Forscher das Endocannabinoidsystem im menschlichen Körper entdeckt wurde, fanden auch die Forschungen von Raphael Mechoulam mehr Gehör. Allerdings war es immer noch so, dass in den Köpfen der Menschen herum schwirrte, dass Cannabidiol wie THC aus der Hanfpflanze gewonnen wird. Selbst Ärzte waren sich damals immer noch nicht darüber einig, ob CBD nun gut war oder schlecht für den menschlichen Körper. Damalige Krebs- und Schmerzpatienten wären sicherlich froh gewesen, wenn es schon früher dazu gekommen wäre, dass Cannabidiol für die Schmerztherapie freigegeben worden wäre. Doch dazu kam es erst als zur Jahrtausendwende der Konsum von Cannabis zunächst erst in den USA und später in anderen Ländern der Welt legalisiert wurde. Dies eröffnete für die Forscher die Möglichkeit CBD endlich als Schmerzmittel einsetzen zu können. Auch unter deutschen Ärzten und vor allem Schmerzpatienten ist inzwischen bekannt, dass Cannabidiol eine gute Wirkung hat auf Schmerzen. Es wirkt entzündungshemmend, entkrampfend und einige Studien belegen sogar, dass es krebshemmend ist.

Sichere Dosierung finden

Hergestellt wird CBD im Rahmen von verschiedenen Extraktionsverfahren. Und zwar durch die Extraktion mit Öl, mit CO2 und mit Alkohol. Hergestellt werden können verschiedene Cannabidiol Produkte in verschiedenen Konzentrationen, also mit einem verschieden hohen CBD-Gehalt. Der Gehalt an Cannabidiol ergibt sich durch die verwendete Hanfsorte. In Bezug auf die Einnahme und Dosierung von CBD Produkten gibt es allerdings keine pauschale Empfehlung. Es gibt zwar Studien, die belegen, dass bestimmte Mengen CBD auf bestimmte Erkrankungen bzw. Symptome wirken, allerdings ist die Dosierung vom Ausmaß der Erkrankung bzw. der Symptome abhängig. Denn Cannabidiol wirkt von Mensch zu Mensch verschieden intensiv. Durch Studien ebenfalls belegt ist, dass die Einnahme von CBD Präparaten maßgeblich dazu beitragen kann, dass sich Nebenwirkungen von parallel eingenommenen chemischen Präparaten, zum Beispiel zur Schmerzminderung, erheblich reduzieren lassen. Auch liegen Studien vor, dass die Einnahme von Cannabidiol dazu beitragen kann, dass ein synthetisches Schmerzmittel nicht in den Mengen wie sonst eingenommen werden muss, um eine Schmerzminderung herbeizuführen. Folglich fallen auch die Nebenwirkungen nicht so stark aus, die synthetisch hergestellte Schmerzmittel verursachen können. Um eine sichere CBD-Dosierung zu finden, bedarf es jedoch ärztlichem Rat und in Maßen ein bisschen Experimentierfreude.