Glyphosat in Lebensmitteln

Wie kommt das Glyphosat in unsere Lebensmittel?

Fast die Hälfte aller konventionell landwirtschaftlich genutzten Anbauflächen wird mit dem Herbizid Glyphosat behandelt. Selbst noch kurz vor der Ernte wird oftmals eine Behandlung mit Glyphosat durchgeführt.

Nicht nur im Fleisch und tierischen Produkten von Tieren, die das Herbizid mit der Nahrung aufgenommen haben, ist das Gift zu finden. Glyphosat in Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft ist mittlerweile ebenso eher die Regel als die Ausnahme.

Rückstände finden sich unter anderem in verschiedenen Getreideprodukten, Honig, Corn Flakes und Bier.

Es gelangt durch das Bespritzen des Bodens in das Erdreich, aber auch auf die Pflanzen, die es ja eigentlich schützen soll.

Von da an bis zum Verbraucher ist es kein langer Weg. Auch während der Verarbeitung, zum Beispiel zu Keksen, bleibt es erhalten, so dass selbst im fertigen Endprodukt noch nachweisbare Mengen des Giftes enthalten sind. Durch Regen und Bewässerung gelangt Glyphosat ebenfalls in den Boden und in zahlreiche Gewässer, wo es irreparable Schäden anrichtet und es sogar auch auf diesem Weg in unsere Nahrungskette schafft.

Studien weisen Rückstände von Glyphosat in Lebensmitteln nach

Dass Spuren von Glyphosat in Lebensmitteln zu finden sind, ist mittlerweile auch wissenschaftlich belegt. So zeigte sich bei einer WDR-Studie, dass bei ca. 30 Prozent der untersuchten Brote Glyphosat-Rückstände gefunden wurden. Auch Öko-Test ließ eine Studie durchführen, bei der Mehl, Brötchen und Haferflocken auf Glyphosat-Rückstände untersucht wurden. Hier enthielten mehr als die Hälfte der untersuchten Produkte Rückstände des giftigen Herbizides.

Glyphosat in Lebensmitteln Blog Entgiften News  Wer dem Glyphosat in Lebensmitteln so gut wie möglich entgehen möchte, kann sich eine Liste der Organisation "Environmental Working Group"; kurz EWG genannt, besorgen. Diese wird jährlich einmal aktualisiert. 48 Sorten Obst und auch Gemüse werden auf Rückstände von Pestiziden wie Glyphosat untersucht. 12 der am meisten belasteten Sorten werden auf dieser Liste veröffentlicht und informieren interessierte Verbraucher über den jeweils aktuellen Gehalt an Glyphosat in Lebensmitteln.

Auf dieser Liste stehen meistens die beliebten Erdbeeren, Kirschen, aber auch Spinat und Tomaten auf den ersten Plätzen.

Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit informiert regelmäßig über den Gehalt an Glyphosat in Lebensmitteln und Rückstände anderer Pestizide. Gesundheitsbewusste Verbraucher sollten sich hier genauestens informieren.

Die Gefahren von Glyphosat für unsere Gesundheit

Lange Zeit wurden die Gefahren, die von Roundup, Glyfos oder anderen glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln ausgehen, unterschätzt oder bewusst verharmlost.

Dabei ist dieses Herbizid alles andere als harmlos. Zahlreiche weitere hochgiftige Stoffe sind in solchen Mitteln ebenfalls enthalten, so dass sich die giftige Wirkung oftmals potenziert, also vervielfacht.

Da der amerikanische Konzern Monsanto, der sich Glyphosat im Jahre 1971 patentieren ließ, jedoch großen Einfluss auf Politik und Wirtschaft ausübt, kämpfen Umweltschützer, Weltgesundheitsorganisation und andere Kritiker oft auf verlorenem Posten.

Dabei gibt es mittlerweile sogar etliche Studien, die zweifelsfrei belegen, dass Glyphosat in Lebensmitteln krebserregend ist.

Glyphosat ist nicht das einzige Organophosphat, das trotz dieser eindeutigen Beweislage weiterhin als Herbizid eingesetzt wird.

In einer 2015 veröffentlichen Studie wurde Glyphosat jedoch in eine Kategorie der Substanzen eingestuft, die bei Tieren ganz sicher und bei Menschen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Krebs auslösen können.

Diese in mehreren Kontinenten durchgeführte Studie konnte im Tierversuch belegen, dass es durch den Einfluss von Glyphosat in Lebensmitteln zu gehäuftem Auftreten von bösartigen Tumorerkrankungen unter anderem an Nieren, Bindegewebe, Bauchspeicheldrüse und Haut kommt.

Weitere mögliche Folgen

Auch gab es eindeutige Beweise dafür, dass Glyphosat beim Menschen ursächlich am Entstehen von Lymphdrüsenkrebs sowie Lungenkrebs beteiligt sein kann.
Weiterhin kann das Herbizid sowohl beim Menschen als auch beim Tier zu Zellschäden der DNA und der Chromosomen führen. Welche weiteren gesundheitlichen Auswirkungen das Glyphosat in Lebensmitteln und Viehfutter hat, ist Forschungsgegenstand aktueller Studien..

Dass das Pflanzengift längst in unseren Körpern angekommen ist und sich dort anreichert, ist seit langem bekannt.

Nach einer durch den BUND durchgeführten Studie ist davon auszugehen, dass etwa 70 Prozent der in Deutschland lebenden Personen Rückstände des Herbizides mit dem Urin ausscheiden.

Eine weitere Studie, die von der Heinrich-Böll-Stiftung durchgeführt wurde, fand bei fast 100 Prozent der Studienteilnehmern Rückstände des Herbizides.
Wenn Glyphosat in Lebensmitteln und sogar im Urin der Verbraucher angekommen ist, stellt sich die Frage, ob auch die Muttermilch stillender Mütter davon betroffen sein kann. Hier gibt es Studien, die einander widersprechen, so dass letzten Endes keine eindeutige Aussage über mögliche Rückstände von Glyphosat in der Muttermilch gemacht werden sollten. Vielleicht ist es jedoch nur eine Frage der Zeit, bis das Gift auch dort angekommen ist...

Was Verbraucher tun können

In der konventionellen Landwirtschaft kommen also sehr häufig Pestizide wie Glyphosat zum Einsatz. Wer Glyphosat in Lebensmitteln entgehen möchte, sollte deshalb zu biologisch angebautem Obst und Gemüse greifen.

Denn unabhängig von der Art des Biosiegels ist in der biologischen Landwirtschaft der Einsatz von chemischen Mitteln zu Dünge- oder Pflanzenschutzzwecken nicht erlaubt. Auch die Tiere erhalten lediglich Futter aus biologischem Anbau und sind generell weniger durch Medikamenten- oder Schadstoffrückstände belastet.

Durch den natürlichen Kreislauf kann es auch im biologischem Anbau zu geringen Belastungen an Glyphosat in Lebensmitteln kommen. Diese sind aber eher die Ausnahme und auch nicht zu vergleichen mit den Mengen an Glyphosat in Lebensmitteln konventionell angebauter Herkunft.

Wer einen Garten hat, kann einen Teil seines Obst und Gemüses selbst anbauen. Wer ganz sicher kein Glyphosat in Lebensmitteln zu sich nehmen möchte, sollte im eigen Garten lieber das Unkraut per Hand zupfen, anstatt zu Unkrautvernichtungsmitteln aus dem Baumarkt zu greifen, denn auch hier kann Glyphosat enthalten sein.

Viele Pflanzen, die landläufig als Unkraut bezeichnet werden, sind sogar essbar oder können als pflanzlicher Dünger oder biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden. Ob Brennesselsamen als veganer Proteinersatz oder Löwenzahnblätter im Frühlingssalat - hier gibt es zahlreiche Alternativen, um das sogenannte Unkraut zu verwerten.

Maßnahmen, um die Belastung durch Glyphosat in Lebensmitteln gering zu halten:

1. Produkte aus biologischem Anbau bevorzugen
2. Regional angebautes Obst und Gemüse der Saison kaufen
3. Auf das QS-Prüfzeichen achten, diese Waren werden häufiger auf Rückstände hin kontrolliert
4. Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich waschen

Ist eine Entgiftung möglich?

Wer Glyphosat in Lebensmitteln zu sich genommen hat, muss also damit rechnen, dass dieses sich im Organismus anreichert.

Selbst wenn es vom Organismus abgebaut werden sollte, können Abbauprodukte noch bis zu 9 Monaten im Körper verbleiben.

Fasten gilt als eine Möglichkeit der Entgiftung und gerade das Heilfasten nach Buchinger kann den Körper bei der Selbstregulation unterstützen. Ob allerdings auch Gifte wie Glyphosat damit ausgeleitet werden können, ist nicht wissenschaftlich belegt.

Welcher Belastung durch dieses Herbizid der Körper des Einzelnen ausgesetzt ist, hängt von der Menge an Glyphosat in Lebensmitteln ab, die der Einzelne im Laufe der Zeit zu sich genommen hat.

Es gibt Glyphosat-Tests, die man in entsprechenden Labors auswerten lassen kann, um die jeweilige Belastung nachzuweisen.

Schwermetalle, die sich ebenfalls im Körper anreichern können, Weichmacher wie Bisphenol A und Glyphosat in Lebensmitteln sind auf jeden Fall Grund genug, um sich über das Thema Entgiftung und Ausleitung Gedanken zu machen. Es muss ja nicht immer gleich eine Chelat-Therapie sein.

Zahlreiche Produkte aus der Naturheilkunde, einige Kräuter und Nahrungsmittel oder auch etliche Nahrungsergänzungsmittel können ebenso hilfreich bei einer solchen Entgiftung eingesetzt werden. Jedoch auch hier sollte der Verbraucher sich vergewissern, dass keine Pestizide zum Einsatz kamen.

Denn Rückstände von Glyphosat in Lebensmitteln sind nur eine Möglichkeit, wie der Mensch das Herbizid aufnehmen kann.

Bisphenol in Konservendosen, Glyphosat in Lebensmitteln, Antibiotikarückstände in Fleisch und Milch - immer mehr Verbraucher sind verunsichert und fragen sich, was sie denn überhaupt noch unbeschwert essen dürfen und wie sie auf solche Nachrichten reagieren sollen.

Die Verantwortung wieder in die eigene Hand nehmen, selbst kochen statt zu Fertigkost zu greifen, Bio-Produkte kaufen und bewusster leben und konsumieren:
Das könnte die einzig vernünftige Antwort auf diese Frage sein!