Cannabidiol – wie wird es hergestellt?

Bei Cannabidiol, das häufig auch als CBD abgekürzt wird, handelt es sich um eines von zahlreichen Cannabinoiden. Dies sind spezielle, in der Cannabispflanze vorkommende Verbindungen, die jedoch nicht, wie der Bestandteil THC, psychoaktiv sind. Bei Cannabidiol handelt es sich also um jenen Teil der Pflanze, der keinen Einfluss auf das Bewusstsein hat - man wird also keinesfalls high davon. Mittlerweile haben Mediziner festgestellt, dass Cannabidiol sowohl auf die Gesundheit als auch auf das Wohlbefinden viele positive Auswirkungen haben kann.

Cannabidiol - wie wird es hergestellt?

Es gibt verschiedene Herstellungsverfahren von Cannabidiol bzw. CBD-Öl - eines davon ist das CO2-Extraktionsverfahren. Dabei werden zunächst sämtliche Substanzen der Pflanze aus ihren Strukturen gelöst. Anschließend findet dann die sogenannte Decarboxylierung statt, bei der die im vorigen Schritt gewonnene Stoffe erwärmt werden. Hierbei wandelt sich die enthaltene CBDA-Säure in CBD-Säure um.

Auf diese Weise kann Cannabidiol-Öl besonders effizient hergestellt werden - und noch dazu schonend. Denn während der Extraktion bleibt das vollständige Spektrum aller wertvollen Pflanzenstoffe enthalten. Dazu zählen unter anderem unterschiedliche Vitamine sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die für unseren Körper lebenswichtig sind.

Die Wirkungsweise von Cannabidiol

CBD hat verschiedene Wirkungen, welche über eine Interaktion in Verbindung mit Cannabinoid-Rezeptoren im Körper stehen. Diese entfalten sich in verschiedenen Teilen des Körpers, so dass CBD unterschiedliche Wirkungen zeigt. Cannabidiol hat unter anderem eine schmerzstillende sowie entzündungshemmende Wirkung, gleichzeitig gilt er ebenso als angstlösend, antipsychotisch und beruhigend. Weiterhin wird CBD nachgesagt, dass es eine stresslindernde Wirkung auf den Körper hat - dies geschieht durch die Interatkion mit Opioid-Rezeptoren in unserem Organismus. Diese Rezeptoren sind in erster Linie dafür verantwortlich, in Belastungssituationen typische körperliche und psychische Reaktionen einzudämmen.

Weiterhin spielen die 5-HT1A-Rezeptoren im Körper eine Rolle in Verbindung mit CBD und seiner angstlösenden Wirkung. Diese Rezeptoren liegen im zentralen Nervensystem und reagieren beispielsweise auf den wichtigen Botenstoff Serotonin, das auch als Glückshormon bezeichnet wird - und eben auch für das Dämpfen von Ängsten verantwortlich ist. Durch die intensiven Auswirkungen auf den Serotonin-Stoffwechsel kann CBD zudem eine Art natürliches Antidepressiva sein, welches bei Bedarf und auf ärztliche Verordnung eingenommen werden kann.

Neuere Studien haben darüber hinaus gezeigt, dass Cannabidiol sich an die körpereigenen GPR3- sowie GPR6-Rezeptoren haftet, was sowohl für Alzheimer- als auch für Parkinson-Patienten eine Form der Behandlung sein kann.

Durch seine antioxidative Wirkung ist CBD des Weiteren dazu in der Lage, unser Erbgut und unsere Zellen vor negativen Einflüssen zu schützen. Inzwischen wurden zahlreiche Zellstudien durchgeführt, die gezeigt haben, dass der Stoff das Wachstum von Krebszellen eindämmen oder sogar vollständig verhindern kann.

Fazit: Cannabidiol hat viele gesundheitliche Vorteile

Mit seinen zahlreichen positiven Wirkungen für Körper und Geist ist es nur allzu verständlich, dass Wissenschaftler Cannabidiol inzwischen als ein mächtiges Naturheilmittel halten - welches allerdings noch lange nicht zu Ende erforscht ist. Es ist jedoch wichtig, CBD nicht einfach auf eigene Faust einzunehmen, sondern zunächst Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bzw. seinem Hausarzt zu halten. Denn richtig dosiert kann CBD eine große Hilfe bei verschiedenen körperlichen oder psychischen Leiden sein, sofern es korrekt dosiert wird.