Wie Cannabidiol im menschlichen Körper wirkt

Cannabidiol, welches auch unter der Abkürzung CBD bekannt ist, zählt zu den Cannabinoiden und ist damit ein Wirkstoff der Hanfpflanze. Während das Tetrahydrocannabinol bei Einnahme eine psychoaktive, berauschende Wirkung auf den Konsumenten ausübt, ist das Cannabidiol, dessen Struktur erst in den 70er-Jahren entschlüsselt wurde, eine ganz andere und auch noch nicht gänzlich erforscht. Denn Cannabidiol scheint im menschlichen und tierischen Organismus eine ganze Reihe an Reaktionen in Gang zu setzen, die von Anwendern immer wieder gelobt und gepriesen werden. So befasst sich seit einigen Jahren nun auch die pharmazeutische Forschung mit dem Thema CBD und konnte in einigen Studien mit Cannabidiol einige der Wirkmechanismen des CBDs erklären.

Startseite  In zahlreichen Stellen im Körper befinden sich sogenannte Cannabinoid-Rezeptoren, an die das Cannabidiol andocken kann. Dadurch soll das Cannabidiol in der Lage sein, gleich an mehreren Stellen im Organismus seine Wirkungen zu entfalten. So soll CBD den Vanilloid-Rezeptor Typ1 stimulieren, was wiederum einen positiven Einfluss auf das Schmerzempfinden haben kann.

Ebenso kann CBD an den Nucleosid-Transporter-1 binden, wodurch es indirekt die Ausschüttung verschiedener Neurotransmitter harmonisieren soll.

Auch konnte im Tierversuch nach Einnahme von Cannabidiol eine Reduzierung der Entzündungsparameter beobachtet werden.

Ferner sagt man den Cannabinoiden zellschützende Eigenschaften nach.
Über die meisten Wirkungen von CBD gibt es zwar noch wenige Studien, jedoch zahlreiche Erfahrungsberichte überzeugter Anwender.

Tatsächlich gibt es aber auch CBD-haltige Medikamente, die eine entkrampfende Wirkung zu haben scheinen. Daher soll Cannabidiol unter anderem in Studien bei Epilepsie und Multipler Sklerose Verwendung finden.

Auch soll Cannabidiol bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen und chronischen Darmerkrankungen antientzündliche Wirkungen entfalten.

CBD in der pharmazeutischen Forschung

Forschungen scheinen zu belegen, dass CBD über das Endocannabinoid-System auf folgende Körperfunktionen Einfluss nehmen kann:

1. Schmerzwahrnehmung
2. Stimmung
3. Angstgefühle
4. Immunsystem
5. Hungergefühl
6. Körpertemperaturregelung
7. Müdigkeit

Der Körper selbst ist aber auch in der Lage, Endocannabinoide zu bilden und so Stimmung und Schmerzempfinden positiv zu beeinflussen.

Cannabidiol soll zusätzlich über die Bindung an die Cannabidiol-Rezeptoren auch eine angstlösende und antipsychotische Wirkung ausüben können.

Im Körper scheint CBD mit Rezeptoren wie den Opiod-Rezeptoren zu agieren, worauf eventuell die scheinbar beruhigende Wirkung von CBD zurück zu führen ist.

Ebenso wird Cannabidiol ein Einfluss auf den Serotonin-Stoffwechsel nachgesagt, was die antidepressiven und angstlösenden Effekte von CBD erklären könnte.

Einer psychiatrischen und psychopharmakologischen Studie in Sao Paulo zufolge könnte CBD auch aggressives Verhalten positiv beeinflussen.

Mögliche Wirkungen von Cannabidiol auf Alzheimer und Parkinson sind ebenfalls Gegenstand der CBD-Forschung.

Auch in der Krebsforschung sollen klinische Studien untersuchen, ob und wie Cannabidiol zellschützende Eigenschaften besitzt.

Da das Endocannabinoid-System unter anderem den Hautstoffwechsel reguliert, sollen in der University of Technology in Sydney Forschungen über Cannabidiol belegen, ob und wie CBD die Hautalterungsprozesse günstig beeinflussen kann.

So sind wohl auch in Zukunft weitere spannende CBD-Studien zur pharmazeutischen Wirkung von Cannabinoiden wie Cannabidiol auf Mensch und Tier zu erwarten

Die Herstellung von CBD

Das Cannabidiol wird vorwiegend aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanzen extrahiert. Der größte Anteil an Cannabinoiden wie dem CBD befindet sich an den Pollen der Blüte. Aber auch aus den mit dem Harz bedeckten Blättern kann ein CBD-Extrakt hergestellt werden.

Zuerst werden die Pflanzenteile bei nicht zu großer Hitze 5-7 Tage lang getrocknet.

Nun folgt die eigentliche Extraktion von CBD. Grundsätzlich kommen 4 unterschiedliche Verfahren zur Extraktion des Cannabidiols in Betracht. Jede dieser Methoden hat einen individuellen Einfluss auf die Eigenschaften wie Farbe, Geschmack und Konsistenz des CBD Öls. Folgende Verfahren kommen also zur Gewinnung von CBD zum Einsatz:

1. Die Öl-Extraktion

Bei dieser Form der Extraktion von CBD werden die Pflanzenteile in Kokosöl, Hanföl oder Olivenöl eingelegt und das Ganze vorsichtig erhitzt. Dies ist die älteste Methode, mit der schon die Menschen im alten Ägypten ätherische Öle und andere Duftstoffe aus Kräutern und Blüten gewannen.

Meistens werden hierfür kaltgepresste Öle in Bioqualität verwendet. Damit das heiße Öl die Pflanzenteile nicht verbrennt, wird diesem noch Wasser zugefügt.
Nach dem Abkühlen werden die Blüten und andere Pflanzenteile ausgesiebt, das Öl wird nochmals abgekühlt und gewinnt dadurch eine festere Konsistenz, besonders wenn es sich um Olivenöl handelt.

Durch die veränderte Konsistenz kann dann das cannabidiolhaltige Öl leicht vom Wasser getrennt werden.

2. Die Extraktion durch Trockeneis

Hierbei löst das Trockeneis durch Einfrieren der klebrigen Harze diese von den Blüten und Blättern der Pflanze. Danach werden die Harze noch ausgesiebt und können als Cannabidiol in Pulverform dann bei Bedarf weiterverarbeitet werden.

3. Die Extraktion von CBD mit Hilfe chemischer Lösungsmittel

Bei diesem Verfahren kommen nur flüssige Lösungsmittel wie Ethylalkohol, Hexan, Butan oder Isopropylalkohol zum Einsatz. Da diese Lösungsmittel sehr leicht entzündbar sind, ist diese Methode der Gewinnung von Cannabidiol bzw. CBD nicht ganz ungefährlich.

Den größten Ertrag an CBD erzielt man mit dem Lösungsmittel Butan, welches allerdings im Fall von etwaigen Rückständen als gesundheitsgefährdend bekannt ist.

4. Die Extraktion von Cannabidiol mit Hilfe von Kohlendioxyd

Diese Methode zur Herstellung von CBD lässt sich in drei unterschiedliche Arten der Extraktion einteilen. Das Kohlendioxyd strömt hierbei durch das Pflanzenmaterial und löst somit die gewünschten Bestandteile wie das Cannabidiol.

Die drei Methoden der Extraktion mittels Kohlendioxyd sind:

a) Die superkritische Extraktion

Bei der superkritischen Extraktion werden vorerst verschiedene Bestandteile der Hanfpflanzen extrahiert. Unter bestimmten Temperatur- und Druckbedingungen können dann noch einzelne Cannabinoide wie das Cannabidiol isoliert werden.

b) Die mittelkritische Extraktion

Die Temperatur- und Druckverhältnisse bei der mittelkritischen Extraktion liegen zwischen denen der superkritischen und der unterkritischen Extraktion.

c) Die unterkritische Extraktion

Bei der unterkritischen Extraktion wird zwar mit sehr niedrigen Temperaturen, aber mit konstanten Druckverhältnissen gearbeitet. Dieses auch als „kalte Extraktion“ bezeichnete Verfahren ist recht zeitintensiv, garantiert aber auch eine schonendere Lösung des Cannabidiols und anderer hitzeempfindlicher Bestandteile.

Startseite  Diese Extraktionsverfahren sind zwar recht aufwendig und auch teuer, dafür erhält man jedoch ein sicheres CBD-Produkt, welches garantiert frei von jeglichen Lösungsmitteln ist.

Die Verfahren, Wirkstoffe wie das Cannabidiol mittels schonender CBD Extraktionsmethoden zu isolieren sollten hinsichtlich eventuell vorhandener Rückstände des jeweiligen Lösungsmittel gut überprüft werden. Ein möglichst hoher Reinheitsgrad bester Qualität mit einem hohen Gehalt an CBD sollte dabei immer das Ziel sein.